| Wie gefährlich sind Zecken? |
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Es ist wieder soweit: Es ist Zeckenzeit. Wie können Sie Ihre Tiere schützen? Welche Gefahren bestehen? Experten warnen seit einigen Jahren vor einer wegen der Klimaveränderung fortschreitenden Zeckenplage. Es ist wichtig, zu wissen, welche Gefahren bestehen und wie man seine Haustiere schützen kann. Es gibt mehrere Erkrankungen, die von Zecken übertragen werden und für unsere Haustiere gefährlich werden können: Ehrlichiose/Anaplasmose E. canis wird übertragen von der braunen Hundezecke, die überwiegend im Mittelmeerraum vorkommt. E. phagozytophila auch Anaplsma phagozytophila wird übertragen vom Holzbock, die bei uns überwiegend in Wäldern vorkommt. Viele gesunde Hunde können durch Immunabwehr mit der Ehrlichiose selbst fertig werden, so daß keine Krankheitsanzeichen bemerkt werden. Immunschwache Tiere erkranken mit hohem Fieber, Appetitlosigkeit, Leber- und Milzschwellung, Erniedrigung der weißen Blutkörperchen und der Blutplättchen. Evtl. kann es auch zu nervösen Störungen durch Blutungen in den Hirnhäuten kommen sowie zu Blutungen in alle Gelenke.... In den letzten Jahren hat die Anzahl der an Anaplasmose erkrankten Hunde bei uns im Saarland stark zugenommen. Wenn die Erkrankung im akuten Stadium festgestellt wird, kann sie mit Antibiotika bekämpft werden. In chronischen Fällen ist eine vollständige Heilung meist nicht möglich. Hepatozoonose
Wie können Sie nun vorbeugen? Es gibt auf dem Markt mittlerweile sehr viele sehr gut wirksame Mittel gegen Zecken. Die Palette reicht von Zeckenhalsbändern bis zu sogenannten Spot-on-Päparaten, die auf die Haut aufgeträufelt werden. Da jedoch ein solches Präparat niemals eine 100%-ige Wirkung garantieren kann, ist es am wichtigsten, ihr Haustier täglich nach Zecken abzusuchen. Die Zecken können nämlich die genannten Krankheitserreger erst nach einer gewissen Saugdauer übertragen. Je kürzer sie gebissen hat, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit einer Erregerübertragung. Bitte entfernen Sie Zecken immer mit einer Zeckenzange oder Zeckenkarte, um ein Erfassen des Kopfes zu gewährleisten. Bitte drücken Sie niemals auf den Bauch der Zecke. Sie dürfen die Zecken auch nicht mit Öl oder ähnlichem beträufeln. In beiden Fällen kommt die Zecke in einen Streßzustand, in dem Sie ihren Speichel mit den Erregern abgibt. Sollte der Kopf doch einmal steckenbleiben, keine Panik. Desinfizieren Sie die Stelle und beobachten Sie sie. In den meisten Fällen passiert nichts. Sollte jedoch eine Entzündung entstehen (Rötung, Schwellung, nässendes Ekzem), stellen Sie Ihr Tier beim Tierarzt vor, der dann den Kopf entfernen und evtl. eine antibiotische Therapie einleiten kann. |
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