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Toxoplasmose und Schwangerschaft
Der Erreger ist ein einzelliger Parasit namens Toxoplasma gondii. Die Infektion verläuft beim Menschen meist harmlos und wird nicht bemerkt. Etwa mehr als die Hälfte der Deutschen hat bereits unbemerkt eine Infektion durchgemacht, was durch Antikörperbestimmung im Blut nachgewiesen werden kann. Es besteht jedoch eine Gefahr, wenn sich eine Frau erstmalig in der Schwangerschaft infiziert. Es kann zu Schäden beim ungeborenen Kind kommen. Dies ist aber kein Grund zur Panik und erst recht kein Grund, die Katze abzugeben, wie es von einigen Gynäkologen gefordert wird. Denn: Der Umgang mit der Katze selbst ist ungefährlich. Anstecken kann man sich nur mit dem Katzenkot, der die infektiösen Oozysten enthält. Diese werden aber erst 48 Stunden nach Ausscheidung infektiös. Das heißt, eine Schwangere sollte möglichst den Kontakt mit dem Katzenkot vermeiden bzw. diesen frühzeitig - am besten 2x täglich - entfernen (Handschuhe tragen beim Säubern der Katzentoilette, besser aber den Partner damit beauftragen; bei der Gartenarbeit Handschuhe tragen wegen evtl. vergrabenem Katzenkot). Eine weitaus gefährlichere Ansteckungsquelle ist der Verzehr von rohem bzw. nicht völlig durchgegartem Schweine-, Schaf- und Ziegenfleisch. In der Schwangerschaft also besser darauf verzichten! Was tun beim Eintreten einer Schwangerschaft: Mittels Bluttest können Sie beim Arzt eine Titerbestimmung durchführen lassen, am besten bereits vor einer geplanten Schwangerschaft. Sollten Sie bereits eine Toxoplasmose durchgemacht haben, besitzen Sie schützende Antikörper und brauchen sich bei Eintritt der Schwangerschaft keine Sorgen über eine Neuinfektion zu machen. Haben Sie keine schützenden Antikörper, sollten Sie o. g. Vorsichtsmaßnahmen beachten. Es ist nicht sinnvoll, den Kot Ihrer Katze auf Toxoplasma-Oozysten zu untersuchen, da diese nicht ständig ausgeschieden werden. Eine Blutuntersuchung zeigt nur an, ob die Katze einmal eine Infektion durchgemacht hat. Wann das war, kann damit nicht festgestellt werden. Nochmals das Wichtigste zur Vorbeugung: - Verzicht auf ungenügend erhitztes Fleisch, am besten auch auf Rohwurstwaren, die gepökelt, aber nicht gegart sind (Mettwürste, Landjäger ...) - Bei Gartenarbeit und beim Reinigen der Katzentoilette Handschuhe tragen. Wenn möglich, sollte die Toilette von einem anderen gesäubert werden. Gemüse, Salat und Früchte aus dem Garten gut säubern. Alles Gute für Sie und Ihr Kind wünscht Ihnen das Team der Tierarztpraxis
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